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Wer kennt den HumusClub? Wir sind jedenfalls dabei!
Wir durften jetzt TeilnehmerInnen des Clubs bei uns auf dem Rittergut zum Wissensaustausch begrüßen. Der HumusClub ist Teil des HumusKlimaNetzwerks, einem Modell- und Demonstrationsvorhaben zum Humusaufbau in Ackerböden. Bundesweit erproben bis Ende 2027 insgesamt 150 landwirtschaftliche Betriebe – jeweils zur Hälfte ökologisch und konventionell wirtschaftend – Maßnahmen zum Humusaufbau und -erhalt und tragen die gewonnenen Erkenntnisse in die Praxis.
Unser Betriebsleiter Hans-Frederik Berg sowie Kollege Axel Reupke begrüßten und informierten die Gäste, Hanna Anders vom HumusKlimaNetz führte durch das Programm. Anschließend ging es raus zur Betriebsführung über das Gelände und unter anderem zur Agroforstfläche.
Warum ist Humus so wichtig? Humus verbessert die Bodenstruktur, fördert das Bodenleben und erhöht die Fähigkeit des Bodens, Wasser und Nährstoffe zu speichern. Gerade in Zeiten zunehmender Wetterextreme ist das wichtig. Gleichzeitig bindet Humus Kohlenstoff im Boden und trägt damit zum Klimaschutz bei.
Die teilnehmenden Betriebe gehen dabei unterschiedliche Wege: von erweiterten Fruchtfolgen über den Anbau von Zwischenfrüchten und Untersaaten bis hin zu mehrjährigen Kulturen oder Agroforstsystemen, die Gehölze und Ackerflächen miteinander kombinieren.
Wissenschaftlich begleitet wird das Vorhaben durch das Thünen-Institut Braunschweig. Dabei werden nicht nur die Auswirkungen der Maßnahmen auf den Humusgehalt untersucht, sondern auch betriebswirtschaftliche Aspekte, Kosten-Nutzen-Fragen, mögliche Synergieeffekte sowie die Auswirkungen auf die Klimabilanz der Betriebe bewertet.
Vielen Dank an alle für den interessanten Austausch, bei dem es wieder viele mögliche Lösungen und Tipps zum Humusaufbau gab.
Das HumusKlimaNetz wird vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) gefördert. Die Gesamtkoordination liegt beim Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) und dem Deutschen Bauernverband (DBV), Projektträgerin ist die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR).